Gesundheitsbüro

Die Gesundheitserhaltung und das Gesundheitsverhältnis der zukünftigen Präventologen

Gesundheitserhaltung  Maßnahmen bedürfen des Willens und des Engagements des Bürgers.

Lebensqualität und Lebensfreude sind ein Spiegel einer konsequenten Gesundheitserhaltung.

Gesundes Menschsein geht über ein körperliches Funktionieren weit hinaus. Und wichtig ist: Auch wenn eine körperliche Erkrankung besteht. kann ein Mensch in harmonischer Beziehung zu sich selbst leben. Wahres Menschsein kann gelingen trotz oder gerade in körperlichen Gebrechen.

Denn Gesundheit und Krankheit stehen oft in einem Reparatursystem eindimensional, sie richtet sich auf ein fassbares Symptom. Der Mensch kann Krankheit nicht verhindern, es liegt in einem Prozess der Lebensbiographie und des menschlichen Schicksal. Unser Wahrnehmung soll in der Krankheit und vor einer Krankheit sensibilisiert werden: Potenziale und Ressourcen zu erkennen. Der Focus nur auf Krankheit zu legen, wird uns

auf Dauer lästig oder hat oft den Zweck: Schutzbarrieren, Mitleid und Resignation in menschlichen Beziehungen als Lebensbrüche zu gestalten.

Statt Umbrüche und Aufbrüche zu bewirken. Vorteil: Lebensinhalte bekommen mehr Lebensqualität. Nur diese Maßnahmen brauchen Erkenntnis, Wille und ein persönliches Selbstvertrauen .in der praktischen Umsetzung unserer Arbeit!

 

Gesundheitsverhältnis des Menschen ist laut Weltgesundheitsorganisation ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen!

Klaus Hurrelmann (2010) definiert Gesundheit als: Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet. In seinem Verständnis, das die Brücke zu den interdisziplinär orientierten Gesundheitswissenschaften schlägt, ist Gesundheit ein angenehmes und durchaus nicht selbstverständliches Gleichgewichtsstadium von Risiko- und Schutzfaktoren, das zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt immer erneut in Frage gestellt ist. Gelingt das Gleichgewicht, dann kann dem Leben Sinn und Freude abgewonnen werden, es ist eine produktive Entfaltung der eigenen Kompetenzen und Leistungspotentiale möglich, und es steigt die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu integrieren und zu engagieren. (Hurrelmann 1999, 2010)

Unsere Aufgabe als Präventologinnen/en ist die produktive Entfaltung der eigenen Kompetenzen und Leistungspotentiale für den Bürger zu erkennen. Die Verhältnisse der Gemeinschaften (Dorfgemeinschaften, kirchliche Gemeinde und Neu entwickelte, soziale Netzwerke brauchen dazu Ausbildung! Kommunen, Organisationen und Gemeinschaften sind für den gesundheitlichen, demografischen Wandel nicht vorbereitet. Die Einbindungen in festen Gemeinschaften eines präventologischen, gesundheitlichen, sozialen Systems sind nicht vorhanden. Die Wiederentdeckung zum Nachbarn mit vielen neuen, sozialen Projekten ist erst der Anfang und wird im Prozess der Entwicklung 10 15 Jahre dauern.

 

1.       Folgende Kriterien werden in der primären Gesundheitsfürsorge sich entwickeln:

  • Zugänglich für alle Menschen (Verhindern der Altersarmut=
  • Angemessen und relevant für die Gesundheitsprobleme der Region (Sucht- und Schuldenberatung für Jugendliche u. a.)
  • Sozial und kulturell akzeptabel (Ausbildung für Kinder von sozialschwachen Eltern/alleinerziehende Mütter und Gesundheitsvortrag mit Musikbegleitung,
  • Den finanziellen Möglichkeiten angepasst (Potenziale und Ressourcen in Unternehmen suchen)
  • Multisektoral ( alle soziale Kompetenzen an einen Tisch bringen)
  • Integriert in die Gesundheitsversorgung des Landes (Gesundheitliche, soziale Akteure in einem Netzwerk binden und der Prävention ein Fundament schaffen)

 

2.       Die praktische Umsetzung wird in folgenden Elementen definiert:

  • Gesundheitserziehung
  • Gesundheitsverhalten
  • Gesundheitsverhältnis
  • Verbesserung der Ernährung
  • Vorbeugende Impfungen (Impfberatung)
  • Angemessene Prävention und Behandlung von Erkrankungen (Diabetes und KHK z.B.)

 

3.       Zu Ergänzung wird auch ein neuer Denkansatz mit geliefert und zur Schonung des finanziellen Systems gewünscht. Es wird unseren Kindern (Generation der Zukunft im demografischen Wandel) gewünscht!

Schlagwörter: Vorbild, Aufbauend und Nachhaltigkeit!

  • Selbstverantwortlichkeit
  • Soziale Gleichbehandlung (social equity)
  • Versorgung entsprechend der Bedürfnisse einer Region
  • Gemeinschaftsorientierung statt Individualismus
  • Gesundheitserhaltung statt Krankheitsbehandlung
  • Vermeidung einer Medikalisierung von Gesundheit (Eigene Heilungsprozesse erkennen).
  • Dorfgesundheitspräventologe und Kommunenpräventologe als Zukunftsperspektive zu erkennen, es zu entwickeln und zu realisieren!

Autor Willi Löhr

Die Eröffnung eines präventologischen, gesundheitlichen Gesundheitsbüros ist im 1.Quartal 2014