Wie nimmt der Mensch Wahrheiten auf?


Es gibt verschiedene Arten von Wahrheiten, aber wer nimmt schon gerne Wahrheiten an, wenn es um Veränderungen im Leben geht:

Die Wahrheit „Es gibt einen Planeten Venus oder ein Planet Mars, höre ich nur an, ich nehme sie „wahr.“ Aber diese Wahrheiten betreffen mich wenig, es sei denn, ich bin Astronom, oder ich glaube an den Sinn der Astrologie

Zum Glück glaube ich nicht daran!

Deshalb änderte sich aber in meinem Leben wenig, wenn es den Planeten Mars nicht gäbe. Es handelt sich bei einer solchen Wahrheit um eine pure Information, um die ich eben weiß, um die ich nicht notwendig wissen muss.In den T-Online-Nachrichten hören wir täglich zahlreiche Meldungen und Informationen. Zusätzlich über Börsenentwicklungen, Gesundheit, Sport, so zahlreiche Informationen ,dass wir kaum noch filtern können- wichtig oder unwichtig-
Das Risiko ist, das Wichtige geht unter und seinen Weg zu uns, nicht mehr findet!

Die Wahrheit „Zweimal drei ist sechs“ bestimmt schon mehr mein Leben, denn ich bin in meinem Leben auch an solchen Grundsatz gebunden Dieser mathematische Grundsatz gilt vor allem für die Statik und die Bilanzen.
Aber meine Lebensgestaltung hängt existentiell nicht davon ab. Wer sich mit Statik und Bilanzen beschäftigt und beruflich erarbeitet, muss andere Konsequenzen ziehen Er darf in seiner beruflichen Laufbahn gute Arbeit leisten.
In einer solchen Wahrheit handelt es sich also um eine Herrschaftswahrheit, mit der ich mir die Welt untertan mache- und dies gilt auch für die anderen Sätze aus der Naturwissenschaft.
Nun wird es schwieriger, wir kennen eine Wahrheit, die alle Menschen trifft, ab nun arm oder reich.
Wir sind alle sterblich und so mancher hat seine Sterbestunde verpasst. Das Sterben bestimmt bereits mein Leben bei der Geburt, es bestimmt mein ganzes Leben; denn ich und die Menschen sind davon betroffen: alle.
Ich kann diese Wahrheit nicht wahrhaben wollen, ich kann sie verdrängen. Und der Mensch ist darin ein wahrer Profi, Dinge, die Ihm unangenehm sind, einfach zu verdrängen oder auszublenden. Wir tun uns schon bei der Patientenverfügung schwer, Sie auszufüllen.
Die schönste Patientenverfügung ist, wenn Sie ausgefüllt ist und man Sie nicht braucht, weil uns der Tod im 100. Lebensjahr überrascht.
Diese harte, aber echte Wahrheit stellt mir die menschliche Wirklichkeit in den Blick, hinterfragt mich, ja macht mich untertan Ich muss sie bejahen, ob ich will oder nicht.

Der tägliche Lauf des Lebens belehrt mich: alle Menschen sind sterblich!
Wie steht es um die Wahrheit: Jesus Christus bringt mir den umfassenden Sinn in mein Leben, bestimmt mich bis ins Letzte.
Besonders Gott lässt in einer schweren Erkrankung uns die Zeit dazu. Es stellt sich die Frage: Hat uns das Leben einen Sinn geschenkt oder sind wir daran vorbei gelaufen.

Wir kennen doch tausendmal unsere Antworten: „Ich habe keine Zeit – Zeit ist Geld- oder –Zeit nur für meine Arbeit, keine Zeit zum Sterben!“
Damit kann ich die Kernfrage unseres Lebens beantworten: „Wir haben alle Zeit der Welt“!
Ist uns das bewusst? In einer Zeit, in der postmodernen Zeit, verlieren wir leider oft das bewusste, das wahre Leben!
Eben, weil wir alle Gewohnheitsmenschen sind!
Der größte Verlust unseres Lebens wird die „Zeit“ sein, wir werden Sie nicht mehr zurückholen können. Es ist und bleibt eine abgelaufene Zeit!

Verlorene Zeit, in einer schweren Erkrankung, durch fehlende gesundheitliche Prävention in der eigenen Biographie, vielleicht auch, wo diese Krankheit, zur Rückbesinnung unseres Lebens führen soll?

Wie oft habe ich Menschen antworten hören: „Als ich schwer krank wurde, habe ich mein Leben geändert. Das neue Leben offenbarte mir eine ungewöhnlichen Erneuerung, es entwickelte sich ein Glauben, der mir den Halt und die Festigkeit eines Lebens vermittelte, bis zum Gefühl meines Lebens “Es ist die Mitte meines eigenen Lebens“, dass, was ich immer gesucht habe. Dass, was jeder Mensch sucht “Glück oder inneren Frieden“

Nun kommen wir zur Wahrheit wieder zurück. Prägt dieser Glaube mein Leben?
Ist er der Schlüssel unseres Lebenssinnes? Hat unser Tod, eine Lebenssinnfrage der Klärung? Eine absolute Antwort eines menschlichen, biographischen Lebens?
Unser Leben, mein Leben, haben wir je unser Leben gewünscht?

Also bleibt es ein Geschenk!
Ist es eine alles umfassende Wahrheit, eine totale Wahrheit?
Aber diese Wahrheit zwingt mich nicht, Sie anzunehmen (wie etwa Herrschaftswahrheiten oder anthropologische Grundaussagen).Ich bin dieser Wahrheit gegenüber frei, wie diese letzten Wahrheiten. Ich darf und kann Sie keinem Menschen aufzwingen, er darf diese Erkenntnis selbst erleben.Es handelt sich bei ihr also um eine freie Wahrheit.
Im Gegensatz zu „zweimal drei ist sechs“ hat man diese Wahrheit nicht ein für allemal verstanden.
Ihr Verständnis wächst mit der eigenen Lebenserfahrung, mit den Lebensumständen, mit dem je unterschiedlichen Schicksal des einzelnen Menschen.
Es ist eine dynamische und keine statische Wahrheit. Endlich wächst der Mensch erst im vollen Engagement, im je neuen Umgang mit dieser Wahrheit in die Fülle der Wahrheit hinein. Aber er darf in die Tiefe seines Lebens gehen und er muss Zeit mitbringen, die er angeblich nicht zur Verfügung hat!
Das Wahrheitsverständnis ergibt sich aus dem Experiment des eigenen Lebens. Auch kann ein Leben im Glauben, zum Abenteuer werden. Der Widersacher Gottes lässt gern den Menschen seine Religionen, aber wenn es um den Glauben geht, wird er oft zu Schwierigkeiten eines Menschen
Wir kennen diese Symptome in der Behandlung von biologischen Wirkstoffen in einer Therapie wird der Schmerz größer und setzt sich erst in der weiteren Behandlung durch
Wieder hat der Mensch keine Zeit und keine Geduld, den Schritt der Gesundung zu gehen, oft bricht er die Therapie ab.
Eine Glaubenswahrheit wird also nur als eine existentielle Wahrheit richtig verstanden.
Sie ist und bleibt eine persönliche Erkenntnis, wenn wir eine Veränderung spüren.
Jesus antwortete: "Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.
7 Kennt ihr mich, dann kennt ihr auch meinen Vater. Von jetzt an kennt ihr ihn; ja, ihr habt ihn schon gesehen!" Joh. 14, 6 u. 14,7

Jeder wahre Christ wird diese Erneuerung spüren und bestätigen. Christ sein hängt weder von seinen Werken, noch von einer christlichen Einstellung ab, sie ist in die Gnade von Jesus Christus zu finden

Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben. Offb. 3,20

Der Begriff des Glaubens ist immer auch abhängig von der jeweiligen Gesellschaft, in der die Kirche und die Gläubigen leben, eben ob die Gesellschaft eine statische oder eine dynamische ist.
Auf der Gesellschaftsstruktur ruht jeweils auch das Verständnis des Glaubens auf. Heute stellen wir den Glauben als eine nette Verzierung dar (Siehe kirchliche Feiertage).
Dieser Glaube ist ferner kein überflüssiges Mobiliar, das halt auch noch irgendwo herumsteht, sondern dieser Glaube trägt und bestimmt das Leben eines Menschen- in Freude und Leid, in Glück und in Unglück, in Freiheit und Unfreiheit, im Leben und im Tode!
Als zentrale Wahrheit- auch über zweittausend Jahre- ist der Glaube nicht verloren gegangen und er wird weiter leben, weil er die Wahrheit unseres Lebens trägt.

Die heutige Kirche tut sich schwer mit der Prägung eines Glaubens, aber Gott hat den Menschen in seinem Focus, er liebt seine Schöpfung und wird Sie nicht aus seinen Händen gleiten lassen!

Auch wenn der Mensch zum eigenen Versagen –ohne Hilfe von Jesus Christus- ewig auf einen verlorenen Posten steht. Es ist der menschliche Fluch, in der Entstehungsgeschichte von Adam und Eva.
Nur, diese Freiheit (Eigener Wille, eigene Entscheidung)darf der Mensch erkennen, Gott trägt nicht das Risiko, sondern der Mensch und wird nach seinem Tode, diese Erkenntnis sich offenbaren, denn Gott wird eines Tages alle unsere Tränen abwaschen, er hat es uns versprochen.

Er wird den Tod für immer und ewig vernichten. Der Herr, der allmächtige Gott, wird die Tränen von jedem Gesicht abwischen. Er befreit sein Volk von der Schande, die es auf der ganzen Erde erlitten hat. Das alles trifft ein, denn der Herr hat es vorausgesagt. Jes. 25,8

Denn das Lamm, das vor dem Thron steht, wird ihr Hirte sein. Er wird sie zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens entspringt. Und Gott wird ihnen alle Tränen abwischen!" Offb. 7,17

Glauben wir das.? Haben wir diese 1 Minute für Gott? Haben wir diese Zeit heute noch?
Aus der Glaubensmitte wird die Lebensmitte. Der Glaube ist eine Wahrheit für alle, eine Wahrheit, die jedem einzelnen Menschen offen steht.
Damit trägt er auch in seinem Leben diese Konsequenzen seiner Entscheidung, denn Gott hat uns das Handbuch des Lebens geschenkt und wenn wir dieses Navigationsgerät ausschalten, werden wir nie ankommen

Oder lassen wir unsere Navigationsgeräte auf der Autobahn ausgeschaltet. Doch nur, wenn wir das Ziel kennen.
Autor Willi Löhr Oktober 2012